5. September – 4. Oktober 2025

FRIDAY BIRD freut sich, „I Called Your Name from Beyond the Stars“ anzukündigen, die erste Einzelausstellung von Dennis Scholl mit der Galerie. Die Ausstellung präsentiert eine Reihe eindringlich schöner neuer Zeichnungen und Holzschnitte, die sakrale Ikonografie mit seiner eigenen, unverwechselbaren Symbolsprache verbinden.

Scholls charakteristischer Stil, intim, jenseitig und emotional aufgeladen, lädt die Betrachterinnen und Betrachter in seine eigenwillige Welt ein, in der sich Hingabe, Vergänglichkeit und kosmisches Geheimnis miteinander verweben.

Von verschleierten Figuren im stillen Gebet bis hin zu strahlenden Wesen in göttlichem Ornat bietet jedes Werk der Ausstellung eine Meditation über Transzendenz und Sehnsucht. Scholls üppige, minutiös ausgearbeitete Kompositionen lassen eine Wirklichkeit entstehen, die zugleich uralt und futuristisch wirkt – jenseits der Zeit schwebend.

  • Art gallery Friday Bird with various artworks by Dennis Scholl on blue walls
  • Two framed artworks by Dennis Scholl on a blue wall
  • Framed black and white artwork by Dennis Scholl of a person in a helmet and sheep on a grey wall.
  • Three framed drawings by Dennis Scholl on a blue wall
  • Three framed artworks by Dennis Scholl on a blue wall
  • Book titled 'I Called Your Name from Beyond the Stars' by Dennis Scholl on a white background
Open book by Dennis Scholl with text and black and white image on a dark gray background

Ausstellungskatalog

Anlässlich der Ausstellung veröffentlicht, präsentiert dieser Katalog Dennis Scholls neueste Zeichnungen, die wie ein Echo aus einer anderen Welt nachhallen.

Jetzt kaufen
  • Charcoal drawing of a person being touched by a glowing hand by Dennis Scholl

    Dennis Scholl

    All das Verziehene, 2025
    Kohle und Pastell auf Papier
    103 x 67 cm
    gerahmt

  • Dennis Scholl portrait of a person in a headscarf holding a rosary with a decorative background

    Dennis Scholl

    Ringsherum das Verglühen der Sterne, 2025
    Buntstift auf Papier
    55 x 38 cm
    gerahmt

  • Colorful drawing of a figure with a decorative headpiece and a donkey in the background

    Dennis Scholl

    Die sich abwendende Nacht, 2025
    Buntstift auf Papier
    77 x 57 cm
    gerahmt

  • Red sanguine drawing of a face with floral elements by Dennis Scholl

    Dennis Scholl

    Das hohe Leuchten von innen heraus, 2025
    Buntstift auf Papier
    77 x 57 cm
    gerahmt

  • Red pencil drawing of a young girl with a light blue background by Dennis Scholl

    Dennis Scholl

    Die Wahl des besten Teils, 2025
    Buntstift auf blauem Papier
    48,5 x 37 cm
    gerahmt

  • Black and white drawing of a head with flames by Dennis Scholl

    Dennis Scholl

    Die Leere zu den Räumen hinzu, 2025
    Kohle und Pastell auf Papier
    55 x 38 cm
    gerahmt

  • Colored pencil drawing of a person with a skull on his head surrounded by flowers by Dennis Scholl

    Dennis Scholl

    Der Böse und seine Blumen, 2025
    Buntstift auf Papier
    77 x 57 cm
    gerahmt

  • Pencil study of an angel with floral elements and a sheep by Dennis Scholl

    Dennis Scholl

    Und so erschauen die lebendigen Funken Ihn ohne jeden Überdruss, 2025
    Bleistift auf Papier
    55 x 38 cm
    gerahmt

  • Woodcut by Dennis Scholl of a face surrounded by floral elements on a white background

    Dennis Scholl

    Emergence, 2025
    zweifarbiger Holzschnitt
    51 x 43,5 cm
    Auflage: 10 | signiert, nummeriert

  • Woodcut by Dennis Scholl of a person wearing a helmet with a ram's head and leaves in the foreground.

    Dennis Scholl

    The Imprint of Humility, 2025
    einfarbiger Holzschnitt
    95 x 74 cm
    Auflage: 10 | signiert, nummeriert

  • Woodcut by Dennis Scholl in orange, yellow and brown colors showing a face surrounded by flames.

    Dennis Scholl

    Oh That I Had a Thousand Voices, 2024
    vierfarbiger Holzhschnitt
    73 x 54 cm
    Auflage: 15 | signiert, nummeriert

Weiterführende Informationen

Über die Ausstellung

Die Werke von Dennis Scholl bewegen sich in einem Raum, der von Ritualen, Geheimnissen und der Wechselwirkung zwischen dem Menschlichen und dem Nicht-Menschlichen geprägt ist. Seine Kunst verwebt Elemente der christlichen Bildtradition mit mythologischen und symbolischen Motiven, die zugleich neu interpretiert und transformiert werden. In Scholls Bildsprache sind diese Bezüge nicht bloß dekorativ, sondern fungieren als Bedeutungsträger, aufgeladen mit spiritueller, emotionaler und psychologischer Intensität.

Diese neuen Zeichnungen veranschaulichen Scholls wiederkehrende Auseinandersetzung mit den Spannungen zwischen Brutalität und Schönheit, Gewalt und Zärtlichkeit. In „Der Böse und seine Blumen“ wird ein Mann in formeller Kleidung teilweise von einer schwarzen, zähflüssigen, schädelartigen Form verschlungen, die mit seinem eigenen Kopf verschmilzt. Es ist ein verstörendes Bild innerer Qual und psychischer Auflösung. Umgeben von zarten Blüten und leuchtenden Herbstblättern ruft der Kontrast zwischen Verfall und floraler Lebenskraft Themen wie Tod, Verwandlung und die Fragilität des Selbst hervor.

In „Ringsherum das Verglühen der Sterne“ hält eine ruhige, verschleierte Figur, die an eine Nonne oder Heilige erinnert, einen Rosenkranz in einer stillen Gebetsgeste. Ihr Ausdruck ist kontemplativ und zugleich entrückt, als schwebe sie zwischen Transzendenz und irdischer Gegenwart.

Die Figur in „Die sich abwendende Nacht“, eingeschlossen in ein Gewand, das futuristisch oder rituell anmutet, trägt ein goldenes, sonnenähnliches Objekt auf dem Kopf und wird von einem kleinen Vogel begleitet. Die Komposition deutet auf eine sakrale oder kosmische Autorität hin, vermittelt zugleich jedoch ein Gefühl von Einsamkeit. Hier erscheinen Natur und Göttliches nicht als Gegensätze, sondern als eng miteinander verbunden, verknüpft durch Gesten des Darbringens und des stillen Austauschs. Der geöffnete Schnabel des Vogels und blutrote Akzente verweisen zudem auf Opfer, Erlösung und Kommunikation zwischen Welten.

Scholls eigenwilliger visueller Kosmos setzt sich immer wieder mit Fragen von Verletzlichkeit, Schutz und der Suche nach Sinn in einer Welt auseinander, die zugleich brutal und schön ist. Seine ProtagonistInnen scheinen sich in Zuständen der Verwandlung zu befinden. Sie sind verkörperte Ikonen, die an spirituellen und psychologischen Schwellen navigieren. Dabei liegt eine anhaltende Atmosphäre von Offenlegung und Intimität in den Bildern: Haut, die gleichsam nach außen gekehrt wird, Emotionen, die sichtbar gemacht werden. Der Künstler untersucht grundlegende Fragen des Lebens und die tiefen emotionalen Strömungen, die die menschliche Existenz prägen. Themen wie Opfer, Hingabe und Transzendenz nehmen eine zentrale Rolle ein und laden die Betrachtenden in einen Raum ein, der zugleich sakral und beunruhigend ist – eine Welt, in der innere Zustände nach außen treten und Rituale zur Voraussetzung des Überlebens werden.

Über Dennis Scholl

Dennis Scholl hat seine Arbeiten in einer Reihe renommierter Einzelausstellungen weltweit präsentiert, darunter „A Report on Hidden Kindness“ bei M+B in Los Angeles (2024), „Neue Wunden oder Vom Beginn der Unmittelbarkeit“ im Kunstverein Göttingen (2024) sowie „Das Reine, das Leichte und andere Erzählungen“ im Museum Modern Art Hünfeld (2023). Weitere Einzelausstellungen umfassen „Was die findigen Tiere merken“ in der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin (2019), „Frühe Erzählungen“ im Institut für moderne Kunst in Nürnberg (2008) sowie „The Book of Impure Intentions“ bei Albertz Benda in New York City.

Seine Arbeiten waren außerdem in zahlreichen Gruppenausstellungen zu sehen, darunter „KINKY – Malerei im Saft“ im Museum Reinickendorf in Berlin (2024), „Hoi Köln 3 – Alptraum Malerei“ im Kölnischen Kunstverein (2024) sowie „Polyreality“ im Hive Center for Contemporary Art in Beijing (2023). Weitere bedeutende Präsentationen umfassen „Medium Zeichnung“ im Kunstverein Gera (2022), „doing identity. Die Sammlung Reydan Weiss“ im Kunstmuseum Bochum (2018), „Mir ist das Leben lieber“ im Weserburg Museum für moderne Kunst in Bremen (2016) sowie „Geschichtenerzähler“ in der Kunsthalle Hamburg (2005).

Scholls Arbeiten befinden sich sowohl in privaten als auch in öffentlichen Sammlungen und haben international Anerkennung für ihre emotional aufgeladene Symbolik sowie für ihre eigenständige Auseinandersetzung mit Mythos, Ritual und Identität erhalten.

Künstlerbiografie

*1980 in Hünfeld, Germany

lives and works in Berlin

Einzelausstellungen

2025 I Called Your Name from Beyond the Stars, Friday Bird, Berlin

2024 A Report on Hidden Kindness, M+B Los Angeles

2024 Neue Wunden oder Vom Beginn der Unmittelbarkeit, Kunstverein Göttingen

2022 The Song of Inclination, DSC Gallery, Prag

2022 Das Reine, das Leichte und andere Erzählungen, Museum Modern Art Hünfeld

2021 Der Buchstabe und die Organe des Gebens, Köthener Straße 28, Berlin

2021 Le Jardin Jaune, (in: From Arcadia to Dystopia, curated by Jane Neil) DSC Gallery, Prag

2019 Gefährdende Spiele, Galerie Michael Haas, Berlin

2019 Was die findigen Tiere merken, Konrad-Adenauer-Stiftung, Berlin

2017 The Book of Impure Intentions, Albertz Benda, New York City

2014 Die Formen der Gefäße, Galerie Michael Haas, Berlin

2013 Les non-dupes errent, Aeroplastics Contemporary, Brüsssel

2010 Schmelzende Teilnehmung, Galerie Arndt, Berlin

2008 Der Hof Meines Kranken, Galerie Andreas Grimm, München

2008 Frühe Erzählungen, Institut für moderne Kunst, Nürrnberg

2007 Für immer Faltung im Zimmer der Tränen, Arndt & Partner, Berlin

2006 Sinthom, Galerie Grimm/Rosenfeld, New York City

2004 Fehlgeschlagene Objektbesetzung, Blaue Kugel, Hamburg

Ausgewählte Einzelausstellungen

2025 Veils of Becoming, Kunstverein Meißen

2024 That’s What’s Up!, Trotoar Gallery, Zagreb

2024 Vitalis Violentia, PODIUM, Hong Kong

2024 KINKY – Malerei im Saft, Museum Reinickendorf, Berlin

2024 Threats of Continuity: What Lies Behind, Migrant Bird Space, Berlin

2024 On Flowers, Schaufenster Berlin

2024 WeltenWandeln, Kunstverein Göttingen

2024 Hoi Köln 3, Alptraum Malerei, Kölnischer Kunstverein

2023 The Logic of Error, Migrant Bird Space, Berlin

2023 Hoi Köln 1, Begrüßung des Raumes, Kölnischer Kunstverein

2023 Polyreality, Hive Center for Contemporary Art, Peking

2023 Les Enchantées, HAUNT Berlin

2022 Medium Zeichnung, Kunstverein Gera

2022 JUBILEE X, Frontviews e.V. at HAUNT, Berlin

2022 Medium Zeichnung, Kunstverein Gera

2021 The Eyes Of The Night Creatures, Delphian Gallery, London

2021 Universes 4 by Sasha Bogojev, Galerie Droste, Paris

2021 German Painting Now, Telegraph Gallery, Olomouc

2021 Days of Heartbreak, Pony Royal, Berlin

2021 A Rolling Stone Gathers No Moss, Köthener Straße 28, Berlin

2021 Figuratively Speaking, O54, Berlin

2020 Fragmented Bodies, Albertz Benda, New York City

2019 Drawing Wow, Berlin con mucho arte (BcmA), Berlin

2019 Kopf an Kopf, Kunsthalle der Sparkassenstiftung, Lüneburg

2018 doing identity. Die Sammlung Reydan Weiss, Kunstmuseum Bochum

2018 Painting still Alive, Center of Contemporary Art, Toruń

2017 Body Electric, Galerie Sandra Buergel, Berlin

2016 Sternstunde, Galerie Michael Haas, Berlin

2016 Mir ist das Leben lieber, Sammlung Reydan Weiss, Weserburg Museum für moderne Kunst, Bremen

2016 Speed, Helmholtz Zentrum Berlin, Berlin

2016 like.ness, Albertz Benda, New York City

2015 Silent Service, Galerie Genscher Park, Hamburg

2015 The Nude in the XX & XXI Century, Sothebys S2, London

2015 Ngorongoro, Artist Weekend, Berlin

2014 L’Avventura – Die mit der Liebe spielen, Palazzo Guaineri delle Cossere, Brescia

2014 The Thoughts of Artists, Galerie Miro, Prag

2014 Full House, Aeroplastics Contemporary, Brüssel

2013 Between the Lines, All Visual Arts, London

2013 Berlin.Status (2), Künstlerhaus Bethanien, Berlin

2012 Peace Support Operation, Galerie Hermann Breker, Kassel

2012 Everywhere and Nowhere, Arbeiten aus der Sammlung Reydan Weiss, Villa Jauss, Oberstdorf

2012 Anschlüssel: London/Berlin, Centre for Recent Drawing, London

2011 Nadine Fraczkowski, Jonas Jensen, Dennis Scholl, Bernhard Knaus Fine Art, Frankfurt

2011 mémoires du futur – la collection Olbricht, La Maison Rouge, Paris

2011 Totholz, Loyal Gallery, Malmö

2010 Busan Biennale, Südkorea

2010 Täuschend echt – Illusion und Wirklichkeit in der Kunst, Bucerius Kunst Forum, Hamburg

2010 Lebenslust & Totentanz, Kunsthalle Krems

2009 MAN SON 1969 – Vom Schrecken der Situation, Kunsthalle, Hamburg

2009 Strahl Dich Aus, Galerie Samuelis Baumgarte, Bielefeld

2009 The Hawaiian Collection (Dennis Scholl und Jörn Stahlschmidt), Hafen und Rand, Hamburg

2008 Sie nennen es Hamburg, Kunstverein Hamburg

2007 Weltempfänger, Kunsthalle Hamburg

2007 Freunde für immer, Bonner Kunstverein, Bonn

2006 Full House, Kunsthalle Mannheim

2006 Alles im Fluss, Altonaer Museum, Hamburg

2005 Geschichtenerzähler, Kunsthalle Hamburg

Stipendien und Preise

2010: EHF Scholarship, Konrad-Adenauer-Stiftung

2007-2009: Hans Günther Baass Atelierstipendium

2008: Herbert Zapp Prize

Für weitere Informationen oder Fotos stehen wir gerne zur Verfügung!